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Die Amphibienwanderung hat begonnen

Foto: privat - J. Ley
Foto: privat - J. Ley

Viele Autofahrer, aber auch Fußgänger, haben es sicher schon bemerkt: einige Straßen im Landkreis, sowie Feld- und Waldwege sind abends bis in die Morgenstunden gesperrt. Grund dafür ist der Schutz von Amphibien, die sich zur Zeit auf dem Weg zu ihren angestammten Laichplätzen befinden.

Amphibien leben das Jahr über nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe von Gewässern. Sie bevorzugen vielmehr feuchte Stellen an Mauern, Gebüschen und Waldrändern. Es ist daher keine Seltenheit beispielsweise Salamander auch außerhalb der Laichzeit an Waldwegen oder an Mauern entlang der Weinberge vorzufinden.

Auch verschiedenen Krötenarten, mehrheitlich Erdkröten, machen sich seit dem letzten starken Regen und bei Nachttemperaturen über 4 bis 5 Grad auf den Weg  zu den Laichplätzen, in denen sie selber geboren wurden und aufgewachsen sind. Meist sind dies  Wassergräben, kleine Teiche oder auch feuchte Wiesen.  

Amphibien durchqueren auf ihren teilweise sehr langen Wegen auch Baugebiete oder überqueren neu gebaute Straßen auf der Suche nach ihrem Geburtsort. Leider geschieht es dabei auch, daß die Tiere auf ihrem Weg in Wasserfässer oder sogar in Lichtschächte fallen. Beides ist tödlich, da es hieraus kein Entrinnen mehr gibt.

Haus- und Wohnungsbesitzer können mit regelmäßiger Kontrolle von Lichtschächten, Abdecken von Gefahrstellen und Beobachten ihres Grundstückes in den Abend- und Morgenstunden viel dazu beitragen, daß Amphibien sicher ihren Laichplatz erreichen.  

Insbesondere  Kraftwagenfahrer sind aufgefordert in den Abend- und Morgenstunden besonders vorsichtig zu fahren. Dies gilt ganz besonders bei Regen, da feuchte Witterung  Amphibien verstärkt zur  Wanderung anregt.

Unbedingt sind die ausgewiesenen Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten. Der starke Sog  auf der Unterseite von Fahrzeugen bei erhöhter Geschwindigkeiten führt zu inneren, tödlichen Verletzungen.

Im gesamten Landkreis sind derzeit wieder freiwillige Helfer unterwegs, um Kröten, Frösche oder Salamander  sicher über die Straße zu bringen. Ihnen  gilt besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.


Vielen Dank für Ihr Verständnis und Mithilfe sagt schon heute die NABU Ortsgruppe Neckar-Enz.

 

Foto: privat - J. Ley
Foto: privat - J. Ley